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Schwarz auf weiß: Südafrikas tägliche Dosis Fremdenhass

Freitag, 23. Mai 2008 22:58 Uhr von Corinna Arndt
Kategorie(n): Afrika, Krisen, Medienkritik, Menschenrechte, Pressefreiheit, Südafrika


In Südafrika machen die Ärmsten der Armen Hetzjagd auf Ausländer vom Rest des Kontinents. Häuser brennen, somalische Geschäfte werden geplündert, Millionen von Mosambikanern, Simbabwern, Malawiern, Kongolesen fürchten um ihr Leben.

Außerhalb der Townships ist die Überraschung groß. Der Geheimdienstchef ergeht sich in wilden Mutmaßungen über eine Verschwörung weißer Rassisten, ansonsten herrscht Sprachlosigkeit. Gewiss, man weiß, dass die Armen sich vom Staat ignoriert fühlen. Aber woher der plötzliche Gewaltausbruch?

Vielleicht hätten die Damen und Herren in Südafrikas „Erster Welt“, die Politker, Intellektuellen und Geheimdienstler, sich hin und wieder dazu herablassen sollen, die größte Tageszeitung des Landes zu lesen, die fast 10 Prozent der Bevölkerung erreicht. Die fasst ein gebildeter Mensch zwar nur mit Gummihandschuhen an, dafür verkauft sich die „Daily Sun“ blendend unter Südafrikas Armen. Das Boulevardblatt hetzt seit jeher gegen Einwanderer und macht sie für so ziemlich alles verantwortlich, was den Lesern nicht passt. Ob Flüchtling, Gastarbeiter oder illegaler Einwanderer: Für die Daily Sun sind sie alle „aliens“. Am Weltflüchtlingstag 2007 lautete der Titel „Du bist geschnappt! Polizist mit GROSSER KNARRE weckt Ausländer, die illegale Ausweise verkaufen“.

„Bildung ist nicht unsere Aufgabe“, sagte mir der Herausgeber Deon Du Plessis zu diesem Thema vor zwei Jahren seelenruhig ins Mikrofon. Seit 2002 macht die „Daily Sun“ Geld damit, dem Volk nach dem Mund zu reden und hat die weit verbreitete Ausländerfeindlichkeit gegenüber Schwarzafrikanern seit Jahren genutzt – um nicht zu sagen gefördert – , um die Auflage hochzutreiben. Das soll nicht heißen, dass die Zeitung verantwortlich ist für die Pogrome. Aber überrascht sollte wirklich niemand sein.

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Ach so, sind nun also die Boulevardblätter für die grauenvollen Pogrome schwarzer Südafrikaner gegen ihre schwarzen Brüder und Schwestern aus Afrika verantwortlich. Boulevardblätter, die nach Meinung der Autorin auch noch eine Verantwortung haben,die Menschen in Südafrika zu erziehen. Wie wäre es denn, wenn der Staat sich da etwas mehr engagierte, Frau Arndt? Der kriegt Milliarden an Steuern, um genau das zu tun. Und um eine vernünftige Einwanderungspolitik zu entwickeln oder Strom zu legen und Häuser zu bauen. Und macht nichts. Statt dessen hat Südafrika ein Regime, dessen Politiker sich massiv im Zuge des sog. "black economic empowerment" selber bereichern, aber die Armen dabei total vergessen. Den unteren 50% geht es schlechter als zum Ende der Apartheid. Und dann hat Südafrika auch noch einen Präsidenten, der ein Aids-Dissident und Mugabe-Unterstützer ist, und tatsächlich glaubt, dass sich Millionen afrikanischer Immigranten auf wundersame Weise ganz von allein in eine Gesellschaft mit einer Arbeitslosigkeit von 40% integrieren. Aber machen wir ruhig die Revolverblätter für die Misere des Landes verantwortlich. Es ist ja alles so viel einfach…

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