Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240
WELTREPORTER.NET
global correspondents
  
Blog
Reporterwelt

Auf den Ramblas: Still gestanden!

Mittwoch, 11. Juli 2012 13:09 Uhr von Julia Macher
Kategorie(n): Allgemein, Kultur, REPORTERWELT, Spanien


Barcelona ist eine schizophrene Stadt: Einerseits will man weltoffene Metropole sein, andererseits gibt es immer wieder absurde Beispiele eines doch sehr kleinstädtischen Besitzstandsdenken. Besonders gern zeigt sich das in der schon seit Jahren und quer durch alle Parteien grassierenden Regulierungswut. Jüngstes Beispiel: Die lebenden Statuen auf der Ramblas, die neben Sagrada Familia wohl inzwischen zu den meist fotografierten Tourismus-Ikonen der Stadt zählen.

Seit 2011 müssen sich die Straßenkünstler einem Casting mit strikten Regeln unterziehen: Das Kostüm muss handwerklich gut gemacht und selbst gestaltet sein, sollte künstlerischen Wert haben und die Statue muss – wenig überraschend – tatsächlich die meiste Zeit bewegungslos da stehen. Die Vereinigung der Lebenden Statuen Barcelonas hat die Initiative seiner Zeit begrüßt, denn tatsächlich war die Lage auf den Ramblas angespannt bis unerträglich: teils drängte sich ein Dutzend Statuen auf einer Strecke von 30 Metern und stellte dem Publikum mit teils penetranten Bettemethoden nach. Den Vogel schoss ein rosa Plüschbär ab, der Passanten gerne von hinten umarmte. Etwas Regulierung tat also not. Nun hat die Stadtverwaltung in diesem Jahr die Regeln verschärft. Neben aktueller Bühnenerfahrung wurden unter anderem diverse Fortbildungen in Sachen Schauspiel und Performancekunst eingefordert und den Künstlern nahegelegt, sich doch bei der Kostümwahl an repräsentativen historischen Persönlichkeiten Barcelonas oder Kataloniens zu inspirieren. Resultat: Keiner bewarb sich. Die Stadt ruderte zurück, beharrte nur noch auf dem Punkt mit den „repräsentativen Figuren“ und erteilte den üblichen Verdächtigen die Still-Steh-Genehmigung – allerdings an einem neuen Ort, am unteren Abschnitt der Ramblas, nahe der Kolumbusstatue.

Dort traf ich auch Fabián López, den goldenen Seemann, der mir die Geschichte erzählte – mit Schweissperlen auf der Stirn und jeder Menge Wut im Bauch. Denn am Fuße der Kolumbusstatue ist die Rambla nicht nur besonders breit, so dass kaum Touristen stehen bleiben, sondern auch besonders sonnig, so dass das Gewerbe noch schweißtreibender ist als ohnehin. Seine Einnahmen wären am neuen Standort um die Hälfte zurückgegangen,und das zur Hauptsaison, in der es doch für den Winter vorzusorgen gelte, schimpfte Fabián. Seine Vermutung: Die Stadt möchte das Geschäft mit den lebenden Statuen gern selbst übernehmen und Kostümgestaltung und Performance dem städtischen Theaterinstitut übertragen, zwecks besserer Kontrolle. Das klingt zwar nach Verschwörungstheorie; einer Stadt, die Ballspielen,im Stadtzentrum Bikini tragen und den Einkauf beim (illegalen) fliegenden Händler mit teils saftigen Geldstrafen handelt, wäre das durchaus zuzutrauen. Kann also gut sein, dass an den Ramblas mittelfristig als Kolumbus, Sant Jordi (der heilige Georg ist offizieller Schutzpatron Kataloniens) oder Pep Guardiola (der sakrosankte Ex-Barça-Trainer ist inzwischen fast so etwas wie der inoffizielle Schutzpatron Barcelonas) verkleidete Schauspielstudenten Spalier stehen. Praktischerweise könnten die dann gleich auch als Fremdenführer fungieren. Eine Münze in die Kappe werfen und schon weist der ausgestreckte Zeigefinger zur nächsten Sehenswürdigkeit.

Kommentar schreiben

Kommentar

Autoren
Kategorien
Afghanistan    Afrika    Ägypten    Allgemein    Alltag    Arbeit    Asien    Äthiopien    Außenpolitik    Australien    Balkan    Blog Special    Bücher    China    Dänemark    Deutschland    Eigenlob    EM 2012    England    Erdbeben    Europa    Film    Fotografie    Frankreich    Frauen    Goethe    Griechenland    Holland    Indien    Indonesien    Internet    Irak    Iran    Islam    Island    Israel    Italien    Japan    Jugend    Katastrophe    Klima    Kriege    Kriminalität    Krisen    Kultur    Lateinamerika    Libanon    Literatur    Luxus    Marcus Bensmann    Medien    Medienkritik    Menschenrechte    Mexiko    Minderheiten    Mode    Monarchie    Musik    Neuseeland    Nordeuropa    Norwegen    ohne Worte    Olympia 2008    Polen    Politik    Pressefreiheit    Reise    REISEWARNUNG - Fahren Sie nie nach...    Religion    Reporteralltag    REPORTERWELT    Russland    Schweden    Schweiz    Serbien    Sex    Slowakei    Spanien    Sport    Sprache    Südafrika    Technik    Terrorismus    tolle Texte    Tschechien    Türkei    Umwelt    USA    Veranstaltung    Verkehr    weltreporter Werkstatt    WELTREPORTER.NET    Wirtschaft    wohnen    Zentralasien    Zukunft   
Archiv
RSS Feeds

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.