Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/26/d13562957/htdocs/weltreporter.neu/src/tools/wordpress/wp-includes/post-template.php on line 240
WELTREPORTER.NET
global correspondents
  
Blog
Reporterwelt

Kinder kicken fürs örtliche Bordell

Mittwoch, 30. September 2009 23:14 Uhr von Merten Worthmann
Kategorie(n): Alltag, Sex, Sport


Vor einem Monat sorgte eine Reihe Fotos aus den Arkaden von Barcelonas berühmtem Altstadt-Markt Boquería für einiges Aufsehen. Da hatte sich ein Tageszeitungsfotograf am Wochenende sehr früh morgens auf die Lauer gelegt und ein paar Prostituierte beim ambulanten Sex mit nachtschwärmenden Touristen abgelichtet. Das war zwar nicht wirklich auf offener Straße, aber doch weit genug im öffentlichen Raum, um erneut eine Diskussion über die Grenzen des guten Willen und der Toleranz zu entfachen. Wenn die Huren – hieß es fast überall – ihrem Geschäft wenigstens in Bordellen etc. nachgehen würden! Allerdings hatte die Stadt, die periodisch von einem Ordnungswahn befallen wird, der sich immer als civisme (in etwa: Bürgersinn) ausgibt, erst vor wenigen Jahren verfügt, keine Bordelle mehr zu erlauben, die näher als 200 Meter an Wohnhäusern oder Schulen lägen. Das bedeutete im Radius der engen Altstadt ganz einfach: keine Bordelle mehr – was logischerweise gewisse Engpässe provozierte. Jetzt ist Barcelonas (damals wie heute sozialistischer) Bürgermeister entschlossen, die Bedingungen für neue Konzessionen zügig zu vereinfachen. Das Thema soll sogar Eingang in den nächsten Wahlkampf finden. Allerdings nicht unter der Leitlinie: Wir machen den Weg frei für neue Bordelle!, sondern eher als: Wir schaffen die Huren von der Straße! Denn wer möchte schon für Bordelle werben …

Andererseits kann ein Bordell in Katalonien durchaus ein „Modellbetrieb“ sein. Der (bürgerlich-nationalistische) Bürgermeister des 2000-Seelen-Ortes Bellveí jedenfalls lässt auf den Club Estel in seiner Gemeinde nichts kommen. Gleich zwei Mal betonte er auf der jüngsten Gemeinderatsversammlung, besagter Club sei „das beste Unternehmen unseres Industriegebiets“ (eine sozialistische Abgeordnete forderte aus Gründen „strenger demokratischer Hygiene“ einen sofortigen Widerruf, jedoch vergeblich). Anders als andere Unternehmer hilft der Clubbetreiber nämlich kräftig bei der Finanzierung der örtlichen Stadtfeste mit. Und er kümmert sich sogar um die Jugendarbeit: Dem Fußballnachwuchs von Bellveí (zwischen 4 und 14 Jahre alt) hat er Sweatshirts und Trainingsanzüge mit Clublogo und -Schriftzug gestiftet. Manche Kinder wissen kaum, für welche Firma sie werben, während sie kicken, aber die Eltern spüren offenbar wenig Erklärungsbedarf und freuen sich stattdessen über die milde Gabe.

Bisher hat Barcelonas Bürgermeister das Beispiel Bellveí noch nicht aufgegriffen und etwaigen Start-up-Bordellen attraktive Werbeflächen oder Sponsorendeals angeboten. Womöglich muss sich erst noch mal ein Fotograf auf die Lauer legen.

Kommentar schreiben

Kommentar

Autoren
Kategorien
Afghanistan    Afrika    Ägypten    Allgemein    Alltag    Arbeit    Asien    Äthiopien    Außenpolitik    Australien    Balkan    Blog Special    Bücher    China    Dänemark    Deutschland    Eigenlob    EM 2012    England    Erdbeben    Europa    Film    Fotografie    Frankreich    Frauen    Goethe    Griechenland    Holland    Indien    Indonesien    Internet    Irak    Iran    Islam    Island    Israel    Italien    Japan    Jugend    Katastrophe    Klima    Kriege    Kriminalität    Krisen    Kultur    Lateinamerika    Libanon    Literatur    Luxus    Marcus Bensmann    Medien    Medienkritik    Menschenrechte    Mexiko    Minderheiten    Mode    Monarchie    Musik    Neuseeland    Nordeuropa    Norwegen    ohne Worte    Olympia 2008    Polen    Politik    Pressefreiheit    Reise    REISEWARNUNG - Fahren Sie nie nach...    Religion    Reporteralltag    REPORTERWELT    Russland    Schweden    Schweiz    Serbien    Sex    Slowakei    Spanien    Sport    Sprache    Südafrika    Technik    Terrorismus    tolle Texte    Tschechien    Türkei    Umwelt    USA    Veranstaltung    Verkehr    weltreporter Werkstatt    WELTREPORTER.NET    Wirtschaft    wohnen    Zentralasien    Zukunft   
Archiv
RSS Feeds

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.