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Sonntag, 27. Dezember 2009 12:16 Uhr von Britta Petersen
Kategorie(n): Afghanistan


Ehrlich gesagt: Ich habe die Nase voll von Politikern, die sich mit der Aussage hervortun, man könne Afghanistan nicht in eine “Musterdemokratie” verwandeln. Verteidigungsminister Guttenberg ist nur der (vorerst) Letzte in einer Reihe, die zu dieser Erkenntnis kommen. Sie ist zumeist gepaart mit dem dringenden Wunsch, mit den Taliban zu reden.

Was ist wohl eine “Musterdemokratie”? So eine Art platonische Idee, oft versucht – nie erreicht?

Sollen sie doch sagen, dass Demokratie und Menschenrechte in Afghanistan ihnen völlig egal sind, solange sie nur endlich die Truppen abziehen können.

Aber der Musterpolitiker, der sich traut seinen eigenen Zynismus offen zu legen, muss wohl noch geboren werden.

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Kommentar

Ich finde es durchaus gerechtfertigt, mit gemäßigten Taliban zu reden. Die Leute haben da unten offenbar großen Einfluss. Ich finde es gut dass endlich mal jemand daran Denkt, dass es in jedem Krieg auch sowas wie Diplomatie geben sollte.
Außerdem sollten Sie bedenken: Wie oft hat man schon versucht, von außen eine Demokratie in einem Land durchzusetzen, und wie oft hat es funktioniert? Meiner Meinung nach muss eine Demokratie von innen kommen, und nicht von außen. Man kann sie unterstützen und propagieren. Aber durchsetzen und pflegen kann man eine Demokratie nur, wenn sie vom Volk selbst kommt. Und das kann eben ein paar Generationen dauern.

"Gemäßigte Taliban" ist ein Oxymoron. Was sie meinen, sind gemäßigte Extremisten, gemäßigte Islamisten, gemäßigte Massenmörder und gemäßigte Drogenhändler.
Mit denen wird geredet. Sie sind das, was man mangels anderer Begriffe als Regierung Karsai bezeichnet.
Die Taliban sind die, die nicht reden wollen.
Willkommen in der Wirklichkeit.

Ich habe nicht behauptet dass ich Hintergrundwissen hätte oder mit den Begrifflichkeiten tief vertraut wäre. Dennoch – eine Demokratie muss von innen kommen, meiner Meinung nach. Einfach mal in ein Land einmarschieren, es aufmischen und dann hoffen dass dort eine Demokratie gedeihen wird, das geht nicht.

Natürlich – genausowenig ist es sinnvoll, nachdem man das schon gemacht hat einfach wieder zu verschwinden.

Ah, endlich ist mal was los hier! Danke für die Hinweise.
Was immer wieder gern vergessen wird ist, dass Afghanistan vor dem Einmarsch der Sowjets bereits ein gewähltes Parlament hatte und eine konstitutionelle Monarchie war. Die afghanische Demokratie wurde zerstört durch die sowjetische Besatzung und die Tatsache, dass der Westen dort mit massiven Geld- und Waffenlieferungen eine islamistische Opposition aufgebaut hat, die es ohne diese Unterstützung nie zu Bedeutung gebracht hätte, weil sie mit der Kultur des Landes nichts zu tun hatte.
Die afghanische Kultur und das afghanische Volk war den Politikern in Washington, London, Paris und Bonn zur Zeit des Kalten Kriegs völlig gleichgültig solange man den Sowejts schaden konnte. Wer an der Zerstörung eines Landes beteiligt war, hat auch eine Verantwortung dafür, es wieder aufzubauen.

Ich denke der Widerstand besteht aus einer Vielzahl von Gruppen unterschiedlicher Motivation. Die fast ausschließliche Bezeichnung als Taliban ist in meinen Augen kontraproduktiv, da er diese Teilgruppe überhöht, und den Eindruck eines homogenen, geschlossenen Widerstandes suggeriert.

Welchen quali- und quantitativen Anteil vergleichsweise gemäßigte Kräfte haben, kann ich nicht beurteilen.

Die konstitutionelle Monarchie gab es aber nur bis 1973. Also nicht bis zum Einmarsch der Sowjets.
Aber wie hieß das in der Stockholmer Initiative zu globaler Sicherheit und Weltordnung von 1991 "Demokratie entwickelt sich nicht auf Befehl von außen, sondern muß sich infolge einer internen Nachfrage herausbilden."

"1973 (12.7.) Zahir Shahs Regierung wird durch einen von Daoud Khan und der DVPA (afghanische. kommunistische Partei) geführten Militärputsch gestürzt. Daoud Khan schafft die Monarchie ab und ernennt sich selbst zum Präsidenten. Die afghanische Republik ist gegründet."

Quelle: http://www.aric.de/fileadmin/users/aric/PDF/Afghanistan.pdf

Sie haben einfach Recht. Wenn ein Land in einen Krieg zieht ohne ein Ziel zu haben, dann ist es wohl ehrlich zu gehen bevor es zu spät ist. Wann aber ist zu spät und warum haben wir keine Ziele…. acht Jahre nachdem alle, die jetzt erstaunt darüber sind, das in einem Krieg Gegner getötet werden müssenm brav Jahr für Jahr zugestimmt haben……

Sivec pacem para bellum gilt eben micht mehr

Warum denn immer so stereotypisch auf Politiker schimpfen?
Ist Afghanistan der Mehrheit der Bürger denn so wichtig, dass sie die enormen Anstrengungen eines Demokratie- , Wirtschafts- und Institutionsaufbaus mit mehr als der bloßen Entsendung von ein paar Soldaten und noch viel weniger Polizisten unterstützen? Und woran mag das wohl liegen?
Wünschen kann man ja viel, aber ich befürchte AFG ist der Politik dann wichtig, wenn es der Gesellschaft wichtig ist.

Dafür heute aber „Qui desiderat pacem, bellum praeparat“.

Guttenberg versucht nur noch sein gegeltes Haupt zu retten. Dabei ist er schon jetzt völlig kopflos. Non placet.

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