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Nachruf auf einen Ort

Mittwoch, 24. März 2010 07:09 Uhr von Judith Reker
Kategorie(n): Kriminalität, Musik, Südafrika


Ein Schotterweg auf flachem Land, eine dreiviertel Stunde südlich von Südafrikas Wirtschaftsmetropole Johannesburg, führt zur Farm von Zim Ngqawana. Bis vor kurzem leuchtete das kleine Schild “Zimology Institute” im Kegel der Autoscheinwerfer auf, man war angekommen. Wer in Südafrika Ngqawanas Musik hören wollte, musste sich hierher bemühen. Denn der Saxophonist, Flötist und Komponist ist mittlerweile erfolgreich genug, um sich solche Autonomie zu leisten. “Hier wird nach meinen Regeln gespielt”, sagte er noch vor einem Jahr. “Wir können musizieren bis in die Morgenstunden, ohne dass uns jemand stört. Und das Publikum, das hierher kommt, weiß unsere Musik zu schätzen.” Den Weg zur Farm fanden ohnehin nur hartgesottene Fans. Ngqawana machte keine Werbung für die Konzerte, es sprach sich einfach herum. Dann waren Helfer vor allem damit beschäftigt, die Zahl der Gäste auf rund 40 zu reduzieren, denn mehr Platz bot der intime Konzertraum nicht, den alle “die Kapelle” nannten.

Ngqawana ist ein charismatischer Mann, der sich mit kräftiger Statur, Glatze und Vierkantschädel zwischen den Gästen bewegte wie ein verehrter Patriarch inmitten seiner Familie. Es wurde gegrillt, gegessen, geredet, und manche Konzerte begannen erst kurz vor Mitternacht. Nach zwei oder drei Stunden rief die erschöpfte und schweißnasse Band eine Pause aus. Dann gab es gegrillte Hähnchen, um sich für die nächste Session zu stärken. Und das Wichtigste an diesem Farmleben mit Musik waren die Kurse für talentierte Musiker aus dem ganzen Land. Es war ein guter Ort.

1959 in Port Elizabeth im östlichen Kap geboren, begann Zim Ngqawana erst mit 21, Flöte zu spielen. Ohne die nötige akademische Qualifikation wurde er aufgrund seiner Begabung an der Rhodes Universität zugelassen, später folgten Jazz-Studien an der Universität von Natal, bevor er ein Stipendium in die USA erhielt für einen Jazz-Workshop mit Max Roach und Wynton Marsalis. Darauf folgte das prägende Studium an der Universität von Massachusetts, wo neben Max Roach unter anderem Yusef Lateef und Archie Shepp seine Lehrer waren.

Vor kurzem wurde das Zimology Institute von Unbekannten vollkommen verwüstet. Den zwei Konzertflügeln wurden die Beine abgesägt.

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