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Doha, die langweiligste Hauptstadt der Welt

Donnerstag, 20. Juli 2006 14:22 Uhr von Janis Vougioukas
Kategorie(n): REISEWARNUNG - Fahren Sie nie nach...


Zuerst wurde ich überrascht. Am Flughafen von Qatar begrüßte mich ein grimmig aussehender Polizeibeamter. „Das ist ein neuer Pass“, brummte er durch seinen Vollbart. Es klang wie ein Vorwurf. Ich, vorsichtig: „Ja? Stimmt etwas nicht?.“ – Er: „Die neuen deutschen Pässe sind fälschungssicher.“ Ich, meine Sonnenbrille anhebend: „Ja. das ist mein Pass.“ Er: „Schauen Sie, das Hologramm. Toll!“. Es klang jetzt wie Bewunderung. Ich war zu müde, um dass zu verstehen.

Ein zweiter Polizist trat hinzu und deutete auf den Pappbecher in meiner Hand: „Was ist das für ein Kaffee?“ Ich: „Nun, ein ganz normaler Kaffee, ich habe ihn gerade da vorne gekauft.“ Der Polizist: „Er richt so gut. Wissen Sie, ich habe schlimme Kopfschmerzen. Der Geruch tut meinem Kopf richtig gut.“ Doha, Hauptstadt von Qatar, ist offenbar eine Gegend mit besonders sanftmütigen Menschen.

Ich war aus Versehen gekommen, eigentlich nur zum Umsteigen, doch die zwölf Stunden Wartezeit wollte ich nutzen, um mir die fremden arabische Boomstadt anzuschauen. Ich fuhr mit dem Taxi ins Stadtzentrum, fragte den Fahrer, einen Inder, was man sich hier anschauen könnte. Er antwortete misstrauisch: „In Doha?“ Er hielt meine Frage offenbar für einen Scherz. Geantwortet hat er zumindest nicht.

Die freundlichen Polizeibeamten hatten mir nicht ohne Stolz empfohlen, ins City Centre zu fahren. Wir fuhren über sandigen Straßen, vorbei an sandfarbenen Gebäuden, mutige architektonische Mischbauten aus modernen Spiegelglasfassaden und Wachtürmen im Stil alter Wüstenoasen.

Der Wagen hielt an einer riesigen Shoppingmall mit amerikanischen Fastfood-Imbissen und kitschigen Möbelhäusern. Es kalt wie in einem Gefrierfach. Schnell wieder in die Sonne.

Ich irrte über breite Straßen, vorbei an vielen sämtlich unfertigen Hochhäusern. Es gab Banken, Botschaften und Ministerien. Menschen sah ich lange nicht. „Was kann man sich hier anschauen?“, fragte ich, als ein paar Blocks weiter ein paar Jugendliche auftauchten. „Das City Centre“, antworteten beide gleichzeitig. – „Kenne ich.“ Sie überlegten. „Waren Sie schon am Flughafen? Der ist neu!“

Von extremer Hitze und der aggressiven Klimaanlagenkälte hatte ich Kopfschmerzen bekommen. Ich fuhr mit dem Gefühl zurück, nichts und trotzdem alles Wichtige gesehen zu haben. Ich setzte mich wieder in das Café. Mein Gehirn pulsierte. Es roch angenehm nach Kaffe und Zimt. Ein Amerikaner setzte sich neben mich. Ich sagte: „Wissen Sie, ich habe schlimme Kopfschmerzen. Der Geruch tut meinem Kopf richtig gut.“ Er schaute mich irritiert an. Nach Doha fahre ich nie wieder.

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